Gottesdienst-Ordnung November 2016

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Seit dem Wochenende liegt die neue Gottesdienst-Ordnung für November in den Kirchen aus.
Zum bequemen Nachlesen von zu Hause oder Unterwegs aus, klicken Sie einfach hier auf den Link für die neue Gottesdienst-Ordnung. Hier finden Sie alle Gottesdienste und Termine für unserer Pfarrei für den November.

 

Liebe Schwestern und Brüder,

Ein Novemberbild ist dieses Mal auf der Titelseite unserer Gottesdienstordnung. Es ist eine Aufnahme aus dem Fenster meines Zimmers während eines Exerzitienkurses in der Schweiz. Im sich heben-den Nebel sind die schneebedeckten Berge zu erkennen, sonst ein weiter Blick ins Land in den Farben des Herbstes. Im Zentrum: drei Bäume; zwei grüne Tannen umrahmen einen Laubbaum, der seine Blätter schon ganz hat fallen lassen. Ein Novemberbild, habe ich damals schon gedacht, als ich dieses Foto aufnahm.

So kahl und leer der Laubbaum da steht, erinnert er mich an einen Men-schen in der Trauer. Der Verlust, den er erlitten hat, lässt ihn leer werden, lässt seine Zukunft hoffnungslos erscheinen. Doch in dieser so trostlosen Situation erwächst ihm der Trost durch die, die ihn umrahmen, symbo-lisiert durch die beiden Tannen auf dem Foto. Links und rechts stützen sie sozusagen den Trauernden in der Mitte. So wie wir es immer wieder erfahren können, so wie wir es immer wieder tun sollten. In der Trauer ist es im wahrsten Sinne des Wortes not-wendig, jemanden an seiner Seite zu haben, der einen stützt, der einen hält; jemanden, der auch noch einmal einen Weg in die Zukunft weist, den man selbst durch den Nebel seiner eigenen Trauer noch nicht erkennen kann. Diese Art des Mit-leidens ist die Stütze, die Stärkung, die die Trauernden brauchen, um nicht in der Trauer versinken zu müssen. So heißt es in Psalm 121: „Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.“ (Ps 121, 1-2). Die Hilfe, die Gott uns schenkt, ist die, die uns die Menschen zukommen lassen, die er uns an die Seite gestellt hat. Es ist vielleicht ein besonderes Vornehmnis für diesen Monat November, der so sehr vom Motiv der Trauer geprägt ist: Wir nehmen uns den Mut, einen trauernden Menschen in unserer Umgebung in einer besonderen Geste, in einer besonderen Zuwendung, Hilfe und Trost zu spenden. So kann dieser so oft gefürchtete Monat der Nebel und der Kühle doch noch ein Monat des Lichtblickes und der Wärme werden, für die, denen wir uns zuwenden, wie auch für uns selbst. Ich wünsche Ihnen einen guten Monat November.

 Herzliche Grüße, Ihr Pastor Matthias Holzapfel