Gottesdienst-Ordnung Monat Juni 2022

Die aktuelle Gottesdienst-Ordnung liegt in unseren Kirchen aus. Sie kann hier als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Juni-2022-Gottesdienst-Ordnung.pdf

Liebe Schwestern und Brüder,

die Corona-Pandemie ist zur Zeit wesentlich entspannter und entlässt uns langsam, so möchte ich mal sagen, aus ihrem Würgegriff. Viele Einschränkungen sind aufgehoben und unser Leben normalisiert sich immer mehr. Für Viele ist das eine Zeit des Aufatmens. Das Schlimmste ist wohl vorbei. Damit verbindet sich für Viele auch die Hoffnung, dass das Leben wieder „normaler“ wird. Und mit dieser Erwartung an ein „normaleres“ Leben verbindet sich zugleich der Gedanke, „Es wird wieder so, wie es früher war“.

Diesem Gedanken kann ich leider nicht zustimmen. Ein „normaleres“ Leben wünsche ich Ihnen und mir von ganzem Herzen. Aber es wird nicht mehr so sein, wie es früher war. In den fast 2 ½ Jahren der Corona-Herausforderung hat sich Vieles in unserer Welt verändert – auch in unserer Gemeinde. Das bevorstehende Fronleichnamsfest ist ein kleines Beispiel dafür. Nachdem 2020 die bis dato übliche Prozession nicht mehr möglich war, haben wir nach einer Alternative gesucht, einen Festgottesdienst zu feiern, der den damaligen Regeln entsprach und trotzdem ein Stück „Fronleichnamsgefühl“ schenken kann. Das Ergebnis sehen wir auf dem Bild auf der Titelseite: Eine heilige Messe auf dem festlich geschmückten Kirchenvorplatz in Brebach. Dieses Jahr gibt es zwar keine Einschränkungen mehr was den Abstand zwischen den Gläubigen, die Maskenpflicht oder auch die Durchführung einer Prozession betrifft. Aber trotzdem planen wir auch in diesem Jahr, Fronleichnam so zu feiern,wie in der Corona-Zeit.

Die Anzahl derer, die diesen Tag mit uns feiern, wird kleiner bleiben als vor Corona. Auch sind wir alle älter geworden in dieser Zeit und spüren durchaus Einschränkungen in unseren eigenen Möglichkeiten. Die Zahl der ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen ist stark gesunken, der Anteil der „Jüngeren“ (unter 60) ist massiv geschrumpft. Eine klassische Prozession und das gemeinsame Mittagessen danach, wie vor Corona, können wir nicht mehr stemmen. Und ähnlich wird es mit vielen anderen Dingen gehen, die wir vor Corona noch als selbstverständlich angesehen haben. Zum Beispiel Pfarrfeste, Patrozinien … Hinzu kommt auch noch eine Verkleinerung des Stellenumfangs der hauptamtlichen Mitarbeiter*innen (Frau Quirin hat nur noch einen Stellenumfang von 15% in unserer Gemeinde) und auch die Stellenumfänge der anderen Mitarbeiter*innen (Sekretariat, Hausmeister usw.) haben sich reduziert.

Wir können nun darüber jammern, dass es so ist. Wir können es aber auch als eine Herausforderung sehen, unser Gemeindeleben in der Nach-Corona-Zeit zu überdenken und so zu gestalten, wie es für uns mit unseren Möglichkeiten auch in Zukunft gestaltbar sein kann. Das heißt natürlich, auf manches Liebe verzichten, es kann aber auch heißen, manch Neues ins Leben zu rufen. Für die Zeit, die mir noch in unserer Gemeinde bleibt, möchte ich mich mit Ihnen dafür engagieren.

Herzlich lade ich Sie zur Mitfeier des Fronleichnamsfestes ein.

Ihr Pastor Matthias Holzapfel