Pfarrbrief 4 – 2018

Der neue Pfarrbrief ist fertig:

Pfarrbrief 4 – 2018

Geleitwort

Liebe Schwestern und Brüder,

Vielleicht überrascht Sie das Titelbild dieses Advents- und Weihnachtspfarrbriefes. Und doch ist es ein typisches Bild für diese Zeit: Ich war, wie viele Andere auch, in der Adventzeit mit meinen Schwestern zum Einkaufen. Und als wir nach Hause kamen sah unsere Ausbeute so aus, als sie im Treppenhaus im Haus meiner Schwestern aufgereiht stand. Viele Einkaufstüten mit vielen Dingen darin, vieles als Geschenk zu Weihnachten. Das ist die Realität und das ist das Vorurteil, das Weihnachten immer wieder trifft. Das Fest der Geschenke, das Fest des Kommerzes und, böse gesagt, das Fest der Gewinner. Weihnachten das Fest, an dem für den Einzelhandel die Kasse klingelt.

Aber warum ist das ein Vorurteil? Kann das nicht auch die Antwort auf den Grund des Festes sein? Der Grund des Festes ist ein großartiges Geschenk, das Gott uns Menschen macht. Klar, ein Geschenk, das er nicht irgendwo gekauft hat, sondern das er aus sich selber heraus macht. Denn er selbst schenkt sich uns in Gestalt seines Sohnes. Eines kleinen Kindes, das von seiner Mutter in Windeln gewickelt in eine Krippe gelegt wird. Und trotz all der wundersamen Dinge, die um die Geburt dieses Kindes herum geschehen, ist noch verborgen, welcher Schatz in diesem Kindgeschenk liegt. Ein Schatz, der alles Vorstellbare übertrifft. Der am Ende eine Fülle des Lebens verheißt, die alles je Dagewesene übertrifft und zwar nicht dem Sterben aber dem Tod widersteht. Ein großartiges Geschenk, das uns mit großartiger Freude erfüllen möchte. Daher rührt der Brauch, uns an Weihnachten Geschenke zu machen. Wir überlegen uns, was wem Freude machen könnte. Und wir gehen auf die Suche. In den Geschäften, auf den Weihnachtsmärkten, vielleicht auch im eigenen Haus oder in der eigenen Kreativität. Es mag für Manche manchmal quälend sein, ein Geschenk finden zu müssen, aber ich denke, meistens ist es eine positive Herausforderung, die froh macht, ein Geschenk gefunden zu haben, das auch dem Beschenkenden Freude macht. So sollte es sein. Und auch der Brauch, die Geschenke einzupacken: In schönes buntes Papier, mit schönen Schleifen und vielleicht noch einer anderen Dekoration. So dass im ersten Moment noch nicht direkt erkennbar ist, was sich in diesem Geschenkpaket verbirgt. So kann die Überraschung beim Enthüllen die Freude nur noch größer machen.

Liebe Schwestern und Brüder, es ist schon fast Mode, über den Geschenkekommerz an Weihnachten zu schimpfen. Aber in diesem Brauchtum des Schenkens liegt durchaus ein geistlicher Sinn. Mit einer Überraschung Freude zu schenken und so den Geschmack nach dem „Mehr im Leben“ zu locken und zu reizen. Damit wir letztendlich nach diesem „Mehr“ suchen. Und es finden können in dem Geschenk, das Gott uns macht: Dem Kind in der Krippe, dessen Möglichkeiten, mehr Leben zu schenken in der Krippe noch verborgen sind.

Ich wünsche Ihnen gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen aus dem Pastoralteam und den Pfarrbüros und den anderen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest.

Ihr Pastor Matthias Holzapfel

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