Taizé-Gebet

Wann ist Taizé-Gebet?

Drei bis vier Mal im Jahr ist in der katholischen Kirche Maria Hilf, Brebach Ökumenisches Abendgebet mit Gesängen aus Taizé. Die genauen Termine werden über die Gottesdienstordnung und Plakate bekannt gegeben.

Was ist Taizé?

Taizé ist ein kleiner Ort in Burgund / Frankreich. Hier lebt die Communauté de Taizé, die ökumenische Brüdergemeinschaft von Taizé. Sie wollen ein „Gleichnis der Gemeinschaft“ leben und setzen sich ein für Frieden und Versöhnung in den Kirchen und unter den Völkern. Heute zählt die Communauté de Taizé an die hundert Brüder, Katholiken und Mitglieder verschiedener evangelischer Kirchen. Sie stammen aus über fünfundzwanzig Ländern.

Gegründet wurde die Communauté de Taizé durch den evangelischen Pfarrer Roger Schutz, der als Frère Roger der erste Prior der Ordensgemeinschaft wurde. Frère Roger wurde am 16. August 2005 im Alter von 90 Jahren während des Abendgebets getötet. Seitdem ist Frère Alois Prior der Communauté. Bekannt wurde Taizé vor allem durch das Konzil der Jugend in den 1970er Jahren. Das Konzil der Jugend bestand aus vielen Treffen über mehrere Jahre in denen sich die Teilnehmer über Lebens- und Glaubensweisen austauschten. Am 30. August 1974 wurde mit 40.000 Jugendlichen das eigentliche Konzil der Jugend in Taizé durch Frère Roger eröffnet. Das Konzil ging 1979 in den Pilgerweg des Vertrauens über.

Heute finden von Februar bis November wöchentliche internationale Jugendtreffen auf dem Hügel von Taizé statt, zu denen auch immer mehr Erwachsene aus aller Herren Länder kommen. Taizé ist zu einer internationalen ökumenischen Begegnungsstätte geworden, in der sich Christen aller Konfessionen über ihren Glauben und ihr Leben austauschen. Dabei geht es ganz praktisch um die Frage: Wie kann ich meinen Glauben in meinem konkreten Alltag zuhause leben? „Taizé ist zu einem Ort geworden, an dem man aufgenommen wird, wie man ist, ohne beurteilt zu werden, einen Ort, wo man sich nicht in dogmatischen Fragen ausweisen muss, und an dem dennoch nicht verborgen bleibt, dass man sich um Christus schart und dass dort für jeden, der es will, ein Weg beginnt – ‚Ich bin der Weg‘, hat er gesagt.“ (Quelle: Taizé – Einen Sinn fürs Leben finden, Olivier Clément. S. 13) Der Tagesablauf der Wochentreffen ist geprägt von den drei gemeinsamen Gebeten, den Bibeleinführungen und den anschließenden Gesprächsgruppen.

Die Gebetszeiten in Taizé sind geprägt von kurzen, sich wiederholenden, meditativen Gesängen die eine ruhige Atmosphäre schaffen, in der jeder Einzelne zur Ruhe und innerem Gebet kommen kann. Weitere Bestandteile der Gebetszeiten sind kurze Lesungstexte, Fürbitten und eine längere Stille.

Bekannt sind auch die großen, jährlichen Europäischen Jugendtreffen, die zwischen Weihnachten und Neujahr abwechselnd in den großen Europäischen Metropolen stattfinden.

„Für mich ist Taizé zu einem wichtigen Ort der Begegnung mit Menschen und Gott geworden. Ein Ort, an dem ich immer wieder neu Kraftquellen für mein Leben und Glauben finde. Ein sehr bekannter Satz von Frère Roger lautet: ‚Wäre das Vertrauen des Herzens aller Dinge Anfang. Du kämest weit, sehr weit.‘ Dieser Gedanke prägt die Atmosphäre in Taizé bis heute.“ Christina Nick

Weiterführende Informationen zu Taizé finden Sie unter: http://www.taize.fr/de